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Mann hortete tonnenweise Waffen
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Pinneberg Mann hortete tonnenweise Waffen

Mehr als hundert Waffen und Zehntausende Schuss Munition: Ermittler haben das Lager eines Waffen-Sammlers in Pinneberg ausgehoben. Die Polizei musste sich bei der Bundeswehr Hilfe holen.

Ein privates Waffenarsenal entdeckten Polizei und Kampfmittelräumdienst bei einer Hausdurchsuchung in Pinneberg.

Quelle: Polizeidirektion Bad Segeberg

Pinneberg. Mehr als zweieinhalb Tonnen Waffen, Munition, und Munitionsteile hat ein Mann in Pinneberg in seinem Haus gehortet. Bei einer Durchsuchung des Gebäudes stellten Polizisten und Experten des Kampfmittelräumdienstes am Donnerstag 114 Schusswaffen und rund 71.000 Schuss scharfe Munition mit einer Tonne Gesamtgewicht sowie eineinhalb Tonnen Hülsen und Projektile sicher, wie die Polizei und der Kreis Pinneberg am Freitag mitteilten.

Zudem beschlagnahmten sie diverse Hieb- und Stichwaffen, Chemikalien zur Herstellung von Munition und Sprengstoffe im zweistelligen Kilogrammbereich. Auch Spezialwerkzeug zur Herstellung von Munition und umfangreiches Schriftmaterial sei mitgenommen worden.

Kreis Pinneberg stellte Strafanzeige

Der 62-Jährige habe seinen Besitz herausgeben müssen, da er die dafür erforderliche Zuverlässigkeit nach dem Waffengesetz nicht mehr besitze, hieß es. Dieser Umstand sei gerichtlich und unanfechtbar bestätigt, sagte Kreissprecher Oliver Carstens. Auf die Aufforderung des Kreises, seine Waffen abzugeben, habe der Mann nicht reagiert. „Daraufhin hat der Kreis Strafanzeige gestellt“, sagte Carstens.

Die Beamten hatten am Morgen vor dem Haus gewartet, bis der Mann vor die Tür trat. Da er sich der Beschlagnahme widersetzte, wurde er während des Einsatzes in Gewahrsam genommen. Die sichergestellten Waffen und Munition wurden wegen der großen Menge zunächst bei der Bundeswehr eingelagert.

Ist der Waffen-Narr ein Reichsbürger?

Ob es sich bei dem Waffen-Narr um einen so genannten Reichsbürger handelt, war nicht bekannt. Als Jäger durfte er bislang scharfe Waffen und Munition besitzen. Er soll außerdem Mitglied eines Sportschützenvereins sein.

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